Microsoft Windows 7 - die Sünden
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windows-7-suenden-02Microsoft beehrt uns mit der Version Sieben seines Betriebssystems, in der guten Hoffnung, die Vistapleite nicht zu wiederholen. An dieser Pleite war die Free Software Foundation nicht unmaßgeblich beteiligt, und so wiederholt sie die Aktion auf der neuen Seite Windows 7  Sünden  in Erwartung eines selben Ergebnisses.

Wem die Argumente bekannt vorkommen, liegt nicht falsch und kann das auch klar lesen:

„Die neuste Version des Windows-Betriebssystems von Microsoft, Windows 7, beinhaltet dieselben Probleme wie Vista, XP und alle anderen Vorgänger: Sie ist proprietäre Software. Wer Windows benutzt, darf es nicht mit anderen teilen, verändern oder herausfinden, wie das System in seinem Inneren funktioniert.“

Die Einwände beziehen sich wohl aus dramatischen Gründen auf sieben.

  1. „Vergiftete Erziehung“: unsere Kinder wachsen mit Computern auf, Microsoft nutzt seine Markposition und Finanzresourcen um Bildungseinrichtungen zu gewinnen, und so bedeutet für unsere Kids Textverarbeitung die Verwendung von MS Word.
  2. Verletzung der Privatsphäre: Microsoft nutzt seine Monopolstellung auf unseren Rechnern dazu uns auszuspähen. Da es sich um proprietäre Software handelt, haben wir keine Ahnung, welche Informationen an Microsoft gehen.
  3. Monopolverhalten: Microsoft missbraucht seine Machtposition, und „erpresst“ Händler durch Gewährung von allerlei Vorteilen.
  4. Lock-in-Effekt: kurz – wir haben gar keine Wahl. Da der Support für ältere Programmversion von Microsoft eingestellt wird, müssen wir auf die neuen Versionen umsteigen und sogar neue Rechner kaufen, weil die neue Software auf den alten nicht mehr läuft. Das halte ich – mit Verlaub gesagt –für eher schwach, denn wenn mein Rechner nicht den Geist aufgibt – und ich habe einen der läuft tadellos seit 1994 (!!!) mit Windows NT und einer voll legalen Lizenz von MS Office Professional – also, wenn der nicht den Geist aufgibt, ja, dann behalt ich den, so wie er ist.
  5. Vermeidung von Standards: Microsoft unterstützt nicht das OpenDocument-Format und bindet somit Nutzer an Microsoftprodukte. Gottseidank möchte ich da sagen, unterstützen zahlreiche Freie Open Source Programme die Microsoftformate, so dass diese auch ohne MS Produkte genutzt werden können.
  6. DRM: auch wenn die Variante mit Restriktionsverwaltung originell ist, DRM ist Digitales Rechte Management, einer restriktivster Kontrollmechanismen, mit denen uns die Unterhaltungsindustrie fesseln will. Aber niemand muss den Windows Media Player benutzen, da gibt es kostenlose Programm – Media Player, die helfen.
  7. Sicherheit: solange Windows und Microsoftprodukte so verbreitet sind, bilden diese die interessanteste Angriffsfläche für Schadware. Microsoft ist im Gegensatz zur weltweiten Open Source Gemeinde auf eigene Entwickler angewiesen und natürlich eher an der eigenen Sicherheit interessiert.

windows-7-suenden-01All dies kann man in langer Deutlichkeit auf Windows7sins nachlesen – ja, nehmen Sie sich die Zeit. Ob es nun um Bildung, DRM, Sicherheit, Monopol, Standards, Abhängigkeit oder Privatsphäre geht, die Lösung dieser Probleme liegt sicher nicht bei einer kommerziellen Organisation, die Einzelinteressen, nämlich die der Aktionäre, zu sichern hat.

Wenn wir eine Welt wollen, die so eingerichtet ist, dass die Mehrheit ihrer Bewohner sich darin wohlfühlen kann, dann dürfen wir diese Dinge nicht den Wenigen überlassen.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 21. Januar 2010 um 04:20 Uhr